Typisch deutsche Hausmannskost zu veganisieren ist nicht immer ganz einfach. In diesem Fall aber schon. Heringsstipp mit Auberginen-Hering ist eines meiner hunderttausend Lieblingsgerichte.
PRAXISTIPP GLEICH ZU BEGINN:
Da in diesem Rezept lediglich der fischige Algen-Geschmack des Noriblattes benötigt wird, wir jedoch keine grünen Algenfetzen in der Stippe haben möchten, tust du Folgendes:
Das Noriblatt zusammenfalten und in einen Nylonstrumpf oder einen Nussmilch-Beutel stopfen. Es geht auch ein Baumwollstrumpf. So kann der Geschmack beim Kochen in die Auberginenstücke übergehen, aber das Noriblatt selbst bleibt gut verpackt.
Den Nylonstrumpf nun leicht zuknoten und beiseite legen.
Essig, Salz und Wasser in einen Topf geben.
Die Aubergine schälen und in Stücke schneiden. Die Größe bestimmst du. Ich habe früher die Heringsfilets immer in recht kleine Streifen geschnitten. Daher mache ich das nun mit der Aubergine genauso.
Auberginenstücke und Nylonstrumpf mit Noriblatt in das Essigwasser legen, einmal aufkochen und dann für 6-8 Minuten (je nach Größe und Dicke der Stücke) leicht köcheln lassen. Zwischendurch mit einem Löffeln die Stücke in die Flüssigkeit drücken, die oben aufliegen. Ist die Kochzeit vorüber, lässt du die Auberginenstücke im Sud lauwarm abkühlen.
Während sich die Aubergine in Fisch verwandelt, wird die Stippe zubereitet.
Dafür gibst du den veganen Quark (oder abgetropften Joghurt) zusammen mit den übrigen Zutaten für die Stippe in eine Schüssel.
Nun die lauwarmen Auberginenstücke mit in die Stippe geben und alles gut umrühren.
Wenn du jetzt probierst, schmeckt das wahrscheinlich noch nicht so richtig nach Heringsstipp.
Das liegt daran, dass der Geschmack noch nicht in der Stippe angekommen ist.
Stell die Schüssel abgedeckt für mindestens 2 Stunen (besser 4-6 Stunden oder gleich über Nacht) in den Kühlschrank.
Vor dem Servieren nochmal mit Salz abschmecken und mit Pellkartoffeln und Schnittlauch oder Dill anrichten.
Klassischweise ist hier Dill das Gewürz der Wahl, aber da ich den nicht so gerne mag, wähle ich meist Schnittlauch oder etwas frischen Bärlauch.
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